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Sport, Spiel und Spaß? Schachcamp!
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Bei unseren internationalen Schachcamps gilt das Motto:
Wir lernen uns kennen, spielen Schach und haben dabei jede Menge Spaß in der Gemeinschaft! 😍
Schachcamp 2026

VI ChessCamp in Dzwirzyno, 29.07.-07.08.2026
VI. ChessCamp – zehn Tage Schach, Sport und polnisch-deutsche Integration
Vom 29. Juli bis zum 7. August 2026 fand in Dźwirzyno an der polnischen Ostseeküste bereits die sechste Ausgabe unseres ChessCamps statt – eines deutsch-polnischen integrativen Schachferienlagers, das Schach, Sport, Erholung und vor allem die Begegnung und Integration von Jugendlichen aus Polen und Deutschland miteinander verbindet. In diesem Jahr nahmen 51 Jugendliche aus beiden Ländern an dem alljährlichen Projekt teil, welches vom Verein ChessClub4Kids e.V. in Dresden in Kooperation mit dem polnischen Schachverein Gryf Szczecin organisiert wird.
Zehn Tage lang wurde gemeinsam trainiert und gespielt, es wurden Turniere ausgetragen, neue Schachvarianten ausprobiert, sportliche und integrative Aktivitäten organisiert und natürlich viel Zeit am Ostseestrand verbracht. Das ChessCamp zeigte einmal mehr, dass Schach weit mehr sein kann als ein Spiel am Brett: Es schafft Begegnungen, überwindet Sprachbarrieren und bringt Menschen zusammen.
Schachlicher Auftakt – FIDE Rapid „Bounty Hunter“
Von Anfang an waren natürlich Schach und Schachtraining ein zentraler Bestandteil des Camps. Bereits am zweiten Tag wurde das FIDE-Rapid-Turnier „Bounty Hunter“ ausgetragen. Auch einer der Betreuer – Herr Marek – nahm am Turnier teil. Auf ihn wurde eine regelrechte „Jagd“ veranstaltet: Jeder Teilnehmer, dem es gelang, Herrn Marek zu besiegen, durfte sich über eine süße Belohnung freuen – einen Bounty-Schokoriegel. Das ungewöhnliche Turnierformat kam schnell bei allen gut an und sorgte neben sportlicher Spannung auch für eine gehörige Portion Humor.
Ergebnisse des FIDE-Rapid-Turniers „Bounty Hunter“: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6294897948753920
Klassisches Turnier – das „Hauptgericht“ des ChessCamps
Nach dem schnellen Auftakt folgte das Hauptgericht des Schachprogramms: das klassische Schachturnier. Gespielt wurden sieben Runden mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug. Jeden Morgen stand eine Partie auf dem Programm, sodass sich das Turnier über einen großen Teil des Camps erstreckte. Die lange Bedenkzeit ermöglichte konzentriertes und präzises Spiel. Nach den Partien konnten die Teilnehmer ihre Begegnungen gemeinsam analysieren und ihre schachlichen Erfahrungen miteinander teilen.
Nach sieben Runden setzte sich Maximilian Alheit vom SV Dresden-Striesen e.V. mit 6 Punkten an die Spitze. Ebenfalls 6 Punkte erzielte Filip Pawlicz vom KSz Gryf Szczecin. Aufgrund der Feinwertung belegte Filip den zweiten Platz. Rang drei ging an Alexander Doeding vom Rhedaer Schachverein von 1931 e. V. mit 5 Punkten.
Zur besten Teilnehmerin des Turniers wurde Zofia Ragan vom KSz HETMAN Koszalin. Mit 4,5 Punkten erreichte sie einen hervorragenden 12. Platz in der Gesamtwertung.
Ergebnisse des klassischen Turniers: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6039982150123520
Alternative Schachvarianten
Neben dem klassischen Turnier hatten die Teilnehmer Gelegenheit, zahlreiche verschiedene Schachvarianten kennenzulernen. Dabei oblag es in einigen Varianten den Jugendlichen selbst, das gewünschte Spiel in deutsch-polnischen Teams vorzustellen und für alle Teilnehmer ein Turnier zu organisieren. Eine der ungewöhnlichsten und zugleich unterhaltsamsten Varianten war „Duck Chess“. Bei dieser Variante befindet sich eine zusätzliche Ente auf dem Schachbrett. Ihre Anwesenheit verändert die Spielweise grundlegend und stellt die Spieler vor völlig neue Herausforderungen. Für viele Teilnehmer war es die erste Gelegenheit, sich mit dieser ebenso lustigen wie anspruchsvollen Variante des königlichen Spiels auseinanderzusetzen.
Ergebnisse Duck Chess: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/4539381312520192
Eine weitere Variante war Chess960, auch bekannt als Fischer-Schach. Hier wird die Ausgangsstellung der Figuren aus 960 möglichen Aufstellungen ausgelost. Dadurch müssen sich die Spieler bereits von den ersten Zügen an vor allem auf ihr eigenes Verständnis der Stellung verlassen. Die vertraute Eröffnungstheorie spielt dabei kaum eine Rolle – Kreativität, Flexibilität und schachliches Verständnis sind gefragt.
Ergebnisse Chess960: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6235567916449792
Natürlich durfte auch das alljährliche Hand & Brain nicht fehlen – eine der wohl kommunikativsten und integrativsten Schachvarianten unseres Projektes. Die Teilnehmer bildeten dabei Zweierteams, wobei eine Person die Rolle des „Brains“, die andere die der „Hand“ übernahm. Der „Brain“ musste die richtige Figur nennen, während die „Hand“ anschließend den konkreten Zug ausführte. Die besondere Herausforderung lag dabei in der Zusammenarbeit und Kommunikation.
Gerade in den polnisch-deutschen Teams passte dieses Format hervorragend zur Idee des gesamten Projektes: Gemeinsam musste eine Sprache gefunden werden, um zum richtigen Zug zu kommen.
Ergebnisse Hand & Brain: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/5995993499828224
Am Abend war Zeit für eine etwas lockerere Form des Wettbewerbs. Zum ersten Mal wurde beim ChessCamp ein Blitzturnier in der Variante King of the Hill ausgetragen. Die neue Variante stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse und sorgte für viele spannende Partien.
Ergebnisse King of the Hill: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6269993153069056
Auch das traditionelle Tandemschach durfte nicht fehlen. Hier waren nicht nur schachliches Können, sondern vor allem Teamarbeit und gute Kommunikation gefragt. In den polnisch-deutschen Zweierteams mussten die Spieler nicht nur gut spielen, sondern sich auch möglichst effektiv miteinander abstimmen.
Ergebnisse Tandemschach: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6192852889632768
Bei beiden Turnieren galt zusätzlich die „Bounty Hunter“-Regel: Wer ein Mitglied des Trainer- oder Betreuungsteams besiegte, durfte sich über eine süße Belohnung freuen. Dadurch waren die Duelle gegen Trainer und Betreuer besonders beliebt und sorgten für viele spannende und lustige Momente.
FIDE Blitz – das große Finale der Schachwettbewerbe
Den Abschluss des Schachprogramms bildete das FIDE-Blitzturnier. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von 3 Minuten plus 2 Sekunden pro Zug. In insgesamt neun Runden ging es entsprechend schnell zur Sache. Blitzschach bedeutet: wenig Zeit zum Nachdenken, schnelle Entscheidungen und jede Menge Spannung. Die neun Runden sorgten daher für eine große Portion Nervenkitzel und einen gelungenen Abschluss der Turnierwoche.
Ergebnisse FIDE Blitz: https://www.chessmanager.com/…/tournam…/6046639712239616
Simultanveranstaltung mit Kamil Plichta
Der letzte Abend des Camps hielt noch ein ganz besonderes schachliches Highlight bereit: eine Simultanveranstaltung mit dem FIDE-Meister Kamil Plichta aus Polen. Kamil spielte insgesamt 50 Partien und trat dabei an 38 Schachbrettern gegen Teilnehmer des VI. ChessCamps an. Einige Jugendliche warteten geduldig, bis ein Brett frei wurde, um anschließend selbst gegen den Meister duellieren zu können.
Die Simultanveranstaltung dauerte fast vier Stunden – und das ohne eine einzige Pause. Für die Teilnehmer war es eine besondere Gelegenheit, ihre eigenen Fähigkeiten in einer direkten Begegnung mit einem erfahrenen und titulierten Spieler unter Beweis zu stellen. Dabei stand natürlich nicht allein das Ergebnis im Vordergrund. Dennoch gelang es einigen Teilnehmern, dem Meister ein Remis abzutrotzen, und sogar drei Partien konnten gewonnen werden.
Nach dem Ende der Simultanveranstaltung war Zeit für ein gemeinsames Abendessen unter freiem Himmel. Der Abend bot noch einmal Gelegenheit für Gespräche, gemeinsames Lachen und gemütliches Beisammensein, bevor das Camp zu Ende ging.
Integration, Sport und gemeinsame Zeit
Trotz der enormen Vielfalt der Schachvarianten und -turniere war dies dennoch nur ein Teil unseres umfangreichen Programms. Ein ebenso wichtiger Bestandteil des Projektes waren wie in den bisherigen Editionen unsere gemeinsamen Integrationsaktivitäten. Sie boten den Jugendlichen zahlreiche Gelegenheiten, sich besser kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und gemeinsam eine schöne Zeit abseits des Schachbretts zu verbringen.
Sportliche Aktivitäten in Form unserer traditionellen Sport-Olympiade und gemeinsame Spiele kamen natürlich auch nicht zu kurz. Und natürlich durfte bei einem Camp an der Ostsee ausreichend Zeit zum Entspannen und für gemeinsame Aktivitäten am Strand nicht fehlen. Dabei erfreute sich die Fahrt mit dem Banana-Boot wiederum höchster Beliebtheit.
Die zehn gemeinsamen Tage ermöglichten es den Teilnehmern nicht nur, ihre schachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, sondern auch sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden. Gemeinsame Trainings, Turniere, Spiele, Sport und das tägliche Zusammensein sorgten dafür, dass die polnische und die deutsche Gruppe schnell zu einer gemeinsamen, gut integrierten Gemeinschaft zusammenwuchsen.
Schach verbindet!
Diese grenzüberschreitende Integration bildet das Herzstück des ChessCamp-Projekts.
Wir möchten jungen Menschen zeigen, dass Schach nicht nur ein Sport und ein faszinierendes Spiel sein kann. Schach bietet auch eine hervorragende Möglichkeit, andere Menschen kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen, sprachliche Barrieren zu überwinden und Freundschaften über Grenzen hinweg aufzubauen.
Die gemeinsame Partie an einem Schachbrett erweist sich oft als eine ganz besondere Sprache, die auch ohne perfekte Deutsch- oder Polnischkenntnisse funktioniert.
Der Abschluss des VI. ChessCamp
Am letzten Tag des VI. ChessCamps fand das Finale des klassischen Turniers sowie die feierliche Siegerehrung statt. Es war die Gelegenheit, auf die sportlichen Wettbewerbe zurückzublicken und die erfolgreichen Teilnehmer auszuzeichnen. Vor allem aber ging damit eine intensive und ereignisreiche gemeinsame Zeit zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Polen und Deutschland, die beim diesjährigen ChessCamp für eine außergewöhnliche Atmosphäre gesorgt haben! Unser Dank gilt ebenso dem gesamten Trainer-, Betreuungs- und Organisationsteam für sein großes Engagement, die Betreuung der Jugendlichen und die Vorbereitung der zahlreichen schachlichen und außerschachlichen Aktivitäten.
Das VI. ChessCamp war bereits die sechste Ausgabe dieses besonderen Projekts. Die Veranstalter hoffen, dass noch viele weitere gemeinsame Treffen, Partien, Turniere und Abenteuer folgen werden – und vor allem viele neue polnisch-deutsche Freundschaften entstehen.
Bis zum VII. ChessCamp!
Organisatoren
Klub Szachowy Gryf Szczecin
ChessClub4Kids e.V. Dresden
Partner und Unterstützer
Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
Emanuel Lasker Gesellschaft (ELG)
Ein besonderer Dank gilt unseren Partnern und Unterstützern für ihre Hilfe bei der Umsetzung des Projekts. Durch ihre Unterstützung konnte die deutsch-polnische Jugend erneut zusammenkommen, gemeinsam Zeit verbringen und ihre Leidenschaft für das Schachspiel weiterentwickeln.
